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FINCON e-Book Datenethik

Digitale Kundenzufriedenheit stärken und Vertrauensmissbrauch vermeiden

Mit dem jetzt erschienenen e-Book "Datenethik – Wege zu einer neuen Datenkultur in Zeiten von Digitalisierung und Big Data" will FINCON zu einer kritischen und offenen Diskussion über den "richtigen" Umgang mit Daten anregen.

Die unzureichend regulierte und rasant fortschreitende Digitalisierung führt nicht nur zu technischen, sondern auch zu dramatischen organisatorischen und kulturellen Veränderungen, die nie dagewesene Handlungsoptionen bieten – im Guten wie im Schlechten.

 


Wir befinden uns in einem Spannungsfeld aus freiheitsbedrohenden und freiheitsfördernden Technologien, aus Überwachung und Transparenz, aus Abhängigkeit und Souveränität. Dieser Zustand fordert Ethik und Moral heraus. Wir wollen auf der einen Seite mehr Schutz unserer personenbezogenen Daten, aber andererseits gleichzeitig keine Überwachung. Wir wollen, dass im Falle eines Verkehrsunfalls der Notarzt möglichst viel über unsere Unverträglichkeiten, Allergien, Blutgruppe etc. weiß, lehnen aber gleichzeitig die Speicherung der Daten in der elektronischen Gesundheitsakte ab.

 

Um den Wandel zum Wohl des Einzelnen und der Gemeinschaft zu gestalten, braucht es mehr Achtsamkeit im Umgang mit Daten.

Der Ruf nach verbindlichen Richtlinien für die Berufsgruppen, die sich professionell mit dem Sammeln, Verarbeiten und Analysieren von Daten beschäftigen, wird immer dringlicher. Brauchen wir also eine Berufsethik für den Data Scientist?

 

Die aktuell geführten Debatten zur Datenethik sind geprägt durch Auswirkungen von KI und algorithmischen Entscheidungsverfahren auf unseren Alltag, wie beim autonomen Fahren oder in der Pflege (Stichwort Pflegeroboter). Ein weiterer oft diskutierter Aspekt ist das hemmungslose Sammeln von Daten der IT-Giganten wie Google oder Facebook, was zu den Begriffen Daten- bzw. Überwachungskapitalismus geführt hat.

 

Aber auch das verstärkt auf Daten basierende Informationsumfeld jedes einzelnen Unternehmens braucht einen möglichst frühen Diskurs über ethische und gesellschaftliche Aspekte im Umgang mit Daten, um das Gestaltungspotenzial zum Wohl des einzelnen und der Gesellschaft auszuschöpfen.

 

Eine neue Datenkultur muss im Rahmen einer „Corporate Digital Responsibility“ aufgebaut werden. Das Projekt Digitale Transformation im Unternehmen ist ohne eine Instanz, die diese CDR-Strategie entwickelt und insbesondere die Wirkmechanismen identifiziert, die bei allen Stakeholdern zu mehr Vertrauen und Akzeptanz führen, nicht erfolgsversprechend.

Mit dem Fokus auf das analytische Ökosystem und den darin handelnden Personen werden in dem vorliegenden E-Book die Dimensionen Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Transparenz als erfolgsversprechender Betrachtungsrahmen für eine Diskussion über Datenethik identifiziert.


Abbildung: eBook Datenethik

 

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung schafft hierfür einen rechtlichen Rahmen, der Instrumente zur Wahrung auch ethischer Prinzipien mit an die Hand gibt (z.B. durch die Datenschutz-Folgenabschätzung oder das Prinzip Privacy by Design). Diese Prinzipien beziehen sich aber nur auf Aspekte des Datenschutzes. Daher sollte aus der Datenschutz-Folgenabschätzung eine Werte-Folgenabschätzung und aus Privacy by Design ein Ethics by Design werden.

 

Abbildung: eBook Datenethik

 

Unternehmen müssen daher ihre Vorgehensmodelle für die Entwicklung von Software oder bei der Analyse von großen Datenmengen um datenschutzrelevante und ethische Aspekte erweitern und operationalisieren.

 

Es gibt heute viele Techniken, wie zum Beispiel Domain Driven Design, agile Software-entwicklung, DevOps etc., um Software professionell zu entwickeln. Dabei besteht Softwareentwicklung aus einem technischen, aber auch aus einem organisatorischen Teil, ohne den der technische nicht ausgeführt werden kann. Neu hinzukommen muss ein „reflektorischer“ Teil, der in die Techniken einzubauen ist und bei dem es um ethische Fragen, um Werte und Folgenabschätzungen gehen muss.

 

Datenethik ist aber eine gesamtunternehmerische Aufgabe, die einen Sponsor und einen "Kümmerer" braucht. Allerdings darf sich diese Instanz nicht damit begnügen, das benötigte Wissen durch Datenschutz- und Ethikschulungen zu vermitteln oder Ethik-Richtlinien zu entwickeln, um diese dann in den Intranet-Ordner „Richtlinien“ zu stellen. Neben Änderungen in den organisatorischen Abläufen und einem klaren Bekenntnis zur Datenethik in den Unternehmensgrundsätzen besteht die Herausforderung vor allem darin, jeden Einzelnen zu befähigen, seiner Verantwortung durch mehr Achtsamkeit in allen Phasen seiner Arbeit – von der Einschätzung der verwendeten Datengrundlage bis zur Interpretation der Ergebnisse – gerecht zu werden. Hier hilft besonders eine firmeninterne Diskussion von Fallstudien, die ein ethisches Dilemma beschreiben. Um nicht in "ethische Fallen" zu tappen, muss man erkennen, was die Situation wirklich ausmacht, welche Handlungsoptionen man hat, wer beteiligt ist, wie das Machtgefüge aussieht und vor allem, welche Verantwortung man hat; es bedarf der Reflexion.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann schreiben Sie uns. Wir kommen gerne zu diesem Thema mit Ihnen ins Gespräch oder fordern Sie unser eBook an.

 

Dr. Anselm Schultze (anselm.schultze[at]fincon.eu) ist Business Developer für Datenmanagement, Data Governance und Analytik bei der FINCON. Er arbeitet seit über 30 Jahren in diesem Umfeld in verschiedenen Rollen, zuletzt bei einer Ersatzkasse in Hamburg als BICC-Leiter.

 

 

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