BestandssystemeDie große Blackbox im Keller als Bremse für den modernen Vertrieb – Was tun mit alten Bestandssystemen?

Sie sind die unscheinbaren Riesen, die Spinnen im Netz der Versicherungs-IT. Erst ein Bestandsführungssystem ermöglicht den Geschäftsbetrieb eines Versicherungsunternehmens (VU) und ist Basis für den Vertrieb. Doch in den letzten Jahren haben die Anforderungen aus dem Vertrieb an diese Systeme immer mehr zugenommen.

Diverse Unternehmen sind gezwungen jetzt tätig zu werden und diese Systeme zu ersetzen. Aber vielleicht gibt es ja noch einen anderen Weg? Der Operational Data Store (ODS) ist eine elegante Lösung, um den Handlungsdruck aus dem Vertrieb zu senken.

In einem ODS werden als Zwischenschicht Daten aus unterschiedlichen Systemen des Hauses gesammelt, aggregiert und mit anderen Kund*innen- und Produktdaten in Verbindung gebracht. Damit können die Gräben zwischen ggf. bestehenden unterschiedlichen Bestandssystemen der Sparten, eigenständigen Partner-, CRM-, Vergütungs- und In-/Exkassosystemen überbrückt werden. Als Ergebnis ermöglicht ein geschickt aufgebauter ODS Datenbereitstellungen, die für die Unternehmen bisher unmöglich erschienen.

Den Ausschließlichkeitsvertrieb stärken und mit Zahlen, Daten und Fakten ausstatten

Der Wunsch des Ausschließlichkeitsvertriebs ist es seit Jahren, mehr und vor allem auswertbare Zahlen, Daten und Fakten über seine Kund*innen zu erhalten. Das beginnt bei der Bereitstellung der gesamten vom VU versendeten analogen und digitalen Kommunikation und endet noch nicht bei der vollständigen Einsicht in die Bestandsdaten. Viel zu häufig sind Mitarbeiter*innen des Vertriebs noch darauf angewiesen in der Fachabteilung anzurufen, um Details eines Vertrags zu erfragen. Grund für die Informationslücke ist zumeist die fehlende Möglichkeit, diese Informationen aus den Bestandssystemen zur Verfügung zu stellen. Es fehlen Schnittstellen.

Die Maklerschaft und Vertriebsgesellschaften umfassender anbinden

Auch die freien Vertriebe erwarten von den Unternehmen eine adäquate IT-Unterstützung. Das bedeutet vor allem: Bestands- und Schadendaten, Vergütungsinformationen sowie Informationen zur Kommunikation des VU mit dem Versicherungsnehmer bzw. der Versicherungsnehmerin; die Liste ist lang. Standards wie BiPRO und GDV haben sich für den Maklermarkt durchgesetzt. Die Qualität und der Informationsgehalt der übermittelten Daten befriedigen die Vermittler*innen jedoch nur selten. Ihnen fehlen oft umfassende Vertragsinformationen oder der Bearbeitungsstatus.

Die erforderlichen Angaben zu beschaffen, erzeugt jedoch wiederum bei den Versicherern oftmals hohe Kosten. Datensilos sind unzureichend verbunden, Produktinformationen inkompatibel und die Datenqualität der Sparten höchst nuanciert. So wandert manch potenzielles Geschäft der Unternehmen trotz eines passenden Preis-/Leistungsverhältnisses zum Wettbewerb, weil dieser die bessere IT-Unterstützung bereitstellt. Dazu erwartet auch der Endkunde bzw. die Endkundin – verwöhnt von den Online-Services der Tech-Giganten – inzwischen immer mehr digitale Services.

Änderungen zunächst fallabschließend ermöglichen, um Kund*innenerwartungen zu erfüllen

Kund*innen sind heute gewohnt, ihre Anliegen mit Vertragspartnern online und fallabschließend zu klären. Ein Umzug, ein neuer Name, eine neue Bankverbindung oder gar ein Wechsel des Tarifs – diese Änderungen können Kund*innen heute selten selbstständig durchführen, weil die Bestandsführungssysteme unzureichend an die Kundenportale angebunden sind. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um veritable Gesprächsanlässe. Eine tiefergehende Beratung ist zumeist ratsam, wenn nicht sogar nötig. Dennoch sollte dem Kund*innenwunsch zunächst Rechnung getragen werden. Um dies zu ermöglichen, ist es jedoch erforderlich die Bestandssysteme dichter mit den Kundenportalen zu vernetzen. Zusammengefasst besteht für viele Versicherungsunternehmen mit alternden Bestandssystemen die Notwendigkeit, diese mittelfristig auszutauschen, um den Kund*innen- und Vertriebsbedürfnissen nachzukommen.

Wege der Umsetzung: Links, rechts oder durch die Mitte?

Dabei bieten sich unterschiedliche Umsetzungswege an: Der wahrscheinlich naheliegendste ist die Einführung einer Standardsoftware. Mittelständische Unternehmen schlagen diesen Weg eher ungern ein. Die möglichen Kosten für die Durchführung eines solchen Projektes erscheinen ihnen zu groß. Mit der Dauer dieser Projekte haben sie in der Regel wenig Erfahrung und das Risiko zu scheitern, ist hoch. Hinzu kommen ein hoher Aufwand für die Migration der Bestandsdaten vom alten System in das neue und die Notwendigkeit der Integration in die bestehende Systemlandschaft.

Oft müssen dutzende von Schnittstellen zur Anbindung an die Umsysteme angepasst werden, denn gerade das Bestandssystem ist als Herzstück eines Versicherers besonders tief integriert. Unternehmen mit großem IT-Budget sind in den letzten Jahren trotz der großen Herausforderungen bereits tätig geworden. Der überwiegende Teil dieser Unternehmen ist dabei mit der Umsetzung auch zufrieden. Mittelständische Marktteilnehmer*innen haben sich jedoch zumeist noch nicht auf den Weg zur Erneuerung ihrer Bestandssysteme gemacht. Gerade für diese Unternehmen kann der ODS der erste Schritt auf dem Weg hin zu einem modernen Bestandssystem sein. Durch eine feinere Datengranularität als ein Data-Warehouse-System kann ein ODS den Unternehmen so Zeit verschaffen, um in den kommenden Jahren in Ruhe eine Strategie für die Ablösung oder Erneuerung der Altsysteme zu erarbeiten, während gleichzeitig die operative Datenqualität bereits deutlich steigt. Dabei bleibt der ODS auch nach erfolgter Modernisierung der Bestandssysteme die zentrale Drehscheibe, die die Versorgung interner und externer Systeme mit Daten 24/7 sicherstellt und damit die Anforderungen aller Vertriebspartner*innen und Endkund*innen erfüllen kann.

Höhere Datenqualität, bessere Vernetzung, einfachere Verfügbarkeit und gleichzeitig: Handlungsdruck gesenkt

Kleine und mittelständische Versicherungsunternehmen erhalten mit dem Operational Data Store eine wirkungsvolle Lösung, um den Handlungsdruck zur Erneuerung der Bestandssysteme zu mindern und ihren Vertrieb sowie die Kund*innen zügig mit den erforderlichen Daten zu versorgen.

FINCON mit Lösungsangebot DIOS

FINCON verfügt mit der zentralen und cloudfähigen Daten-Drehscheibe DIOS über ein modernes, skalierbares und ausfallsicheres Lösungs-Framework, das die Daten in beliebigen Formaten wie z. B. BiPRO, GDV oder in Legacy-Formaten aufnehmen kann. DIOS agiert als Schnittstelle zwischen Backend und Kund*innen bzw. dem Vertrieb. Durch moderne Microservice-Technologien bietet das System individuelle Erweiterungsmöglichkeiten, um schnell auf die Bedürfnisse der Kund*innen und des Vertriebs eingehen zu können. Durch die flexiblen Konvertierungs- und Speichermöglichkeiten können Ihre Daten bereits in der gewünschten Norm abgelegt werden. Dadurch wird die Abfrage der Daten signifikant beschleunigt, die Backendsysteme werden entlastet und Ihre Vertriebsvisionen von morgen rücken in erreichbare Nähe.


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